– Virgil Thomson
Da ich mir habe sagen lassen, man solle nicht aus einem misslungenen Mendips-Ausflug auf sämtliche Höhlen dieser . . . → Read More: Don’t Sit Down Into A Waterfall (Caving in Yorkshire, 5.-7. November 2010)]]>
Try a thing you haven’t done three times. Once, to get over the fear of doing it. Twice, to learn how to do it. And a third time to figure out whether you like it or not.
– Virgil Thomson
Da ich mir habe sagen lassen, man solle nicht aus einem misslungenen Mendips-Ausflug auf sämtliche Höhlen dieser Welt schließen, war ich Anfang dieses Monats erneut mit dem Club unterirdisch unterwegs, diesmal in Yorkshire.
Da einige Leute kurzfristig abgesagt hatten, brachen wir gerade mal zu neunt im Minibus auf. Auch die gesamte Stimmung war weitaus gemütlicher: Den Freitagabend verbrachten wir am Kamin sitzend.
Am Samstagmorgen ging es dann runter. Caving hat etwas unglaublich Britisches an sich: Draußen ist gleißend heller Sonnenschein, Vögel zwitschern, das Gras ist grün, und man geht hin und begibt sich freiwillig an nasse, kalte und stockfinstere Orte.
Die Höhlen, die wir besucht haben, waren Old Ing, Birkwith Cave und Calf Holes.
Die wichtigste Lektion, die ich am Samstag gelernt habe, ist: Wenn man einen Wasserfall herunterklettert, sollte man sich nicht in die Öffnung setzen, aus der das Wasser herauskommt. Nach und nach drückt das Wasser von hinten dann nämlich doch ganz schön. (Unser Leader konnte sich danach nicht verkneifen, mir unter die Nase zu binden, dass jeder, der es besser weiß, durchaus seinen Spaß daran findet, hinter den Idioten unterwegs zu sein, die sich in Wasserfälle setzen.)
Wieder in der Hütte angekommen, machten wir uns daran, das Abendessen vorzubereiten. Das Essen beinhaltete unter anderem sehr misslungene Spaghetti (die völlig zerkocht waren und zudem Opfer eines fehlgeschlagenen Einfärbversuches geworden sind: Der Tradition absurd bunten Essens auf den Caving-Trips gerecht zu werden wollend, kippten wir blaue und schwarze Lebensmittelfarbe ins Nudelwasser – da wir nicht rechtzeitig daran gedacht hatten, allerdings erst nachdem die Nudeln schon gekocht waren. Was lediglich den Effekt hatte, dass das Nudelwasser ziemlich seltsam aussah und die Nudeln etwas grauer waren als sonst) und eine exzellente Bolognese-Sauce.
Am Samstagabend gingen alle zu einer abstrus frühen Uhrzeit schlafen – die einzigen Personen, die nach Mitternacht noch wach waren, standen mit zu Umhängen umfunktionierten Handtüchern in der Küche herum, löffelten übrig gebliebene Bolognese aus dem Topf und waren Carl und ich.
Am Sonntag hatte meine Gruppe das Pech, sich am ziemlich überfüllten Eingang zur Höhle Sell Gill wiederzufinden. Kurz nach uns begann ein professioneller SRT-Trainingskurs seinen Abstieg, gefolgt von dem Caving-Club der Uni in York, sodass wir letztlich den gesamten Morgen nur ungefähr acht Meter unter der Erde mit SRT-Technikübungen verbrachten. Nun kann ich das Seil ohne Hinschauen um mein Abseilgerät spannen. Liebe LMU, zählt das als Schlüsselqualifikation?
Als Fazit kann ich bloß gestehen, dass ich mich glücklich schätzen kann, mit nach Yorkshire gefahren zu sein und dass dies bestimmt nicht mein letzter Caving-Ausflug wird.
(Mit Dank an Joe für einige der Fotos!)
Nebenbei bemerkt: Petzl ist allgegenwärtig. Man schaue sich zum Beispiel aufmerksam den Trailer zu ‘Sanctum’ (einem Höhlentaucher-Thriller, der Anfang des nächsten Jahres in die Kinos kommen soll) an.
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