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Between Maths and Madness » Nottingham http://surdina.de/mm Notes from a Not-That-Small Island Wed, 01 Jun 2011 00:02:55 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0.1 Fotos aus Nottingham http://surdina.de/mm/2010/10/fotos-nottingham/ http://surdina.de/mm/2010/10/fotos-nottingham/#comments Fri, 29 Oct 2010 10:07:16 +0000 Alex http://surdina.de/mm/?p=72 Zwecks Ausgleich der bisherigen Textlastigkeit einige Fotos aus den ersten Wochen. Ab jetzt wird alles nach Möglichkeit sowohl beschrieben als . . . → Read More: Fotos aus Nottingham]]> Zwecks Ausgleich der bisherigen Textlastigkeit einige Fotos aus den ersten Wochen. Ab jetzt wird alles nach Möglichkeit sowohl beschrieben als auch bebildert.

Portland Building Portland Building Portland Building Am See vor dem Portland-Gebäude. Ein Garten auf dem Campus ... und die Infos. Garten Die Bienchen und die Blümchen... ... und ja, die gibt's auch. Finde den Fehler. Von "Ruhe" kann man hier allerdings nie sprechen. Sherwood Hall vor dem Sturm Doctor Who lässt grüßen! Die gleichen Sonic Screwdriver, aber mit etwas mehr Blitz. Cthulhu Am See Wieder am See. Bäume. Ein "hässliches Entlein" ... und ein nicht so hässliches Nicht-Entlein. Im Second-Hand-Laden bei der SciFi-Shoppingtour durch die Innenstadt. Die Toiletten im "Pit and Pendulum" Leider keine Freeware. Charles. Andere Menschen halten Hunde. Wieder Charles. Wenn man sorgfältig hinschaut, sieht man sein Netz. Charles mit Beute. Manche Lektüre ist einfach nicht dazu gedacht, sich gut zu fühlen. Charles mit neuer Beute! "Caving" in der Innenstadt. ... beziehungsweise das, was dem am nächsten kommt. Dig for Victory! Herbst. Noch immer Herbst. Wir sind schließlich in England. Überreste einiger Deadly Sins & Heavenly Virtues. ]]>
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Kulturelle Differenzen http://surdina.de/mm/2010/10/kulturelle-differenzen/ http://surdina.de/mm/2010/10/kulturelle-differenzen/#comments Wed, 06 Oct 2010 20:00:41 +0000 Alex http://surdina.de/mm/?p=15 . . . → Read More: Kulturelle Differenzen]]>
  • Dass Fragen wie “Wie geht’s?” fürgewöhnlich keine ernstgemeinten Interessebekundungen nach dem Wohlbefinden unserer Mitmenschen darstellen, ist uns Deutschen ja nicht neu. Dennoch ist das englische Analogon, welches nicht etwa schulbuchgetrau “How are you?” oder salopp “Wazzuuuup?” lautet, sondern “Are you alright?” (zu deutsch etwa: “Ist bei dir alles in Ordnung?”), bemerkenswert. Diese Frage ist nämlich nicht nur nicht ehrlich zu beantworten, sondern manchmal sogar überhaupt nicht als Frage gemeint. Ein dahingenuscheltes “yalrigh’?” kann alles von “Hallo!” über “Um diese Uhrzeit sind noch Menschen draußen?” oder “Mein Hund pinkelt gerade auf diesen Rasen!” bis hin zu “ich nehme deine Existenz wahr und gehe jetzt aber lieber wieder” heißen.

    Wann genau man “yes, thank you!” antwortet und wann man dem Menschen kurz zunickt und wortlos weitergeht, muss ich erst noch herausbekommen.

    • Die Briten haben die Vorteile des Händewaschens mit warmem Wasser offenbar noch nicht begriffen. Das Waschbecken in meinem Zimmer hat (wie bisher alle, die ich hier gesehen habe) zwei Wasserhähne an zwei verschiedenen Enden des Beckens, wobei an dem Heißwasserhahn extra die Aufschrift “CAUTION, very hot water” prangt. Richtig: Es gibt in diesem Wasserhahn sehr heißes Wasser, und in dem anderen Wasserhahn sehr kaltes Wasser. Was zu der Verallgemeinerung verleitet, welche in einem altbayerischen Dialekt und mit Bierbauch zu äußern ist, während man sich in einem abgenutzten Ledersessel zurücklehnt: Es gibt in diesem Land offenbar keine Möglichkeit, sich an einem Waschbecken mit warmem Wasser die Hände zu waschen.
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    Deadly Sins http://surdina.de/mm/2010/10/deadly-sins/ http://surdina.de/mm/2010/10/deadly-sins/#comments Sat, 02 Oct 2010 19:00:14 +0000 Alex http://surdina.de/mm/?p=10 Heute fand die Geek-Shoppingtour der Sci Fi and Fantasy Society statt, an der sage und schreibe neunundzwanzig Leute teilnahmen. Abgesehen von etlichen Comic Book Stores und Fancy Dress Stores führte die Tour auch durch den (der Autorin dieses Blogs von innen bereits gut bekannten) Forbidden Planet Store, der Merchandising zu einigen Filmen und Comics anbietet, durch . . . → Read More: Deadly Sins]]> Heute fand die Geek-Shoppingtour der Sci Fi and Fantasy Society statt, an der sage und schreibe neunundzwanzig Leute teilnahmen. Abgesehen von etlichen Comic Book Stores und Fancy Dress Stores führte die Tour auch durch den (der Autorin dieses Blogs von innen bereits gut bekannten) Forbidden Planet Store, der Merchandising zu einigen Filmen und Comics anbietet, durch ein paar Gothic-Shops und einen Jonglierladen. Mit dem Ergebnis, dass ich nun stolze Besitzerin einer durch Magnetkraft schwebenden und sich drehenden Tisch-TARDIS bin und einiger nicht unbedingt sinnvollerer Gegenstände bin. Juhu!
    Die Tour endete im Pit and Pendulum, einem im Dungeon-Stil aufgemachten Pub, in dem es Cocktails gibt, die nach den sieben Todessünden benannt sind und Schnäpse, die ihre Namen den sieben himmlischen Tugenden verdanken, und welche ich leider nicht probieren konnte, weil ich mir anscheinend irgendwo die Freshers’ Flu zugezogen habe. (Eines der Dinge, die ich am Leben auf der Insel ganz große Klasse finde, ist dass man in beinahe jedem verruchten Pub eine Tasse Tee bekommen kann.) – Muss ich dem Pit eben wohl oder übel einen weiteren Besuch abstatten. Eine schöne Eigenheit des Pubs sind die Toiletten, der Eingang zu denen sich als Geheimtür in einer Bücherregal-Atrappe befindet und die nach oben hin eng zulaufende, kirchenfensterförmige Spiegel, Holztüren in ähnlicher Form und ein burgkellerartiges Mauerwerk enthalten. Zudem befindet sich neben dem Handtrockengerät ein Lautsprecher, der, nachdem das Gerät wieder ausgeht, mit Grabesstimme spricht, woraufhin sich an der Decke ein Lufterfrischer einschaltet und eine Prise parfümierte Duftflüssigkeit in den Raum sprüht. Die Verfasserin dieses Eintrags hat einige schockerfüllte Sekunden gebraucht, um zu verstehen, dass es sich um Duftflüssigkeit handelt.
    Ansonsten meldet meine Internetverbindung noch immer eine Datenpaketverlustrate von 64%, sodass ich morgen (sofern meine Körpertemperatur diesbezüglich nicht anderer Meinung ist als ich) in den Computerraum der George Green Library, der laut Hörensagen rund um die Uhr mit dem Studentenausweis zugänglich ist, marschieren muss, um zum ersten Mal seit drei Tagen meine Mails abzurufen und dieses Textwerk in die Weiten des weltweiten Netzes zu befördern.
    Für heute abend lautet der langweilige Plan aber: Schlafen, soviel es geht. Ich habe eben sogar meinen Nachbarn überredet, seine Technomusik auszumachen. Dieser hat mir im Gegenzug Vitamin C und Kräuterpastillen mitgebracht und gute Besserung gewünscht, sodass eine winzige Chance besteht, dafür nicht in der Studentenwohnheimsnachbarhölle zu schmoren. Und diese Stille nicht auszukosten wäre definitiv die achtte Sünde des heutigen Tages!

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    Notes upon Arrival http://surdina.de/mm/2010/10/notes-upon-arrival/ http://surdina.de/mm/2010/10/notes-upon-arrival/#comments Thu, 30 Sep 2010 22:00:59 +0000 Alex http://surdina.de/mm/?p=8 Dieser Text steht schon seit über einer Woche an der Schranke zur Existenz, doch wie viele gute Ideen (ob die Betonung hierbei auf gute oder Ideen fällt, bleibt dem Leser überlassen) entsteht er an einem Freitagabend um 2:40 nachts (einem Zeitpunkt, an dem im Zimmer der Verfasserin fürgewöhnlich nicht viel anderes entsteht, da der Nachbar unglaublich . . . → Read More: Notes upon Arrival]]> Dieser Text steht schon seit über einer Woche an der Schranke zur Existenz, doch wie viele gute Ideen (ob die Betonung hierbei auf gute oder Ideen fällt, bleibt dem Leser überlassen) entsteht er an einem Freitagabend um 2:40 nachts (einem Zeitpunkt, an dem im Zimmer der Verfasserin fürgewöhnlich nicht viel anderes entsteht, da der Nachbar unglaublich gern Technomusik hört, in Lautstärken und zu Tageszeiten, die einander ob ihrer Ungemütlichkeit Konkurrenz bereiten).
    Mein Algebraische Geometrie-Übungsblatt liegt, mit einigen durchgestrichenen Zeilen und Kritzeleien, die vielsagende Titel wie “general idea” tragen, versehen auf dem Tisch, das Internet in unserer Hall of Residence meldet eine Datenpaketverlustrate von über 50% und wehrt sich beständig gegen sämtliche Aufrufversuche einschlägiger Online-Nachschlagewerke und somit bleibt mir nicht viel anderes übrig, als mit der Schilderung meines Lebens auf der Insel zu beginnen – in traditionellem Denglisch und chronologisch ungeordnet, versteht sich, dann kann sich immerhin niemand beschweren, den Überblick verloren zu haben.

    Die Anfahrt gestaltete sich weitgehend ohne größere Probleme… als den Gepäcktransport. Am Schwierigsten daran, mit riesigem Koffer und Trekkingrucksack zu verreisen, war es, den Koffer im Eurostar in der Gepäckablage unterzubekommen.
    Der Eurostar an und für sich bietet ein recht surreales Fahrerlebnis. Selbst wenn man von der Tatsache, dass man in einen Zug steigt und mal eben unter dem Meeresboden durchfährt, bloß, um nach England zu gelangen, beginnt das Abenteuer schon beim Einchecken. Es ist mit einer Eincheckzeit von mindestens 30 Minuten zu rechnen. Das in Kombination mit der Gepäck-Röntgenanlage, den Größen- und Anzahlbeschränkungen für Koffer, der Tatsache, dass man keine Messer mit an Bord nehmen darf und dem Boarding-Ritual deuten darauf hin, dass der Eurostar ein Zug ist, der sich einbildet, ein Flugzeug zu sein. Als ich in den Zug stieg, hätte es mich nicht mehr besonders gewundert, wenn der Wagen plötzlich abgehoben hätte und ich eine Druckänderung in den Ohren gespürt hätte.
    Ein paar Minuten später fuhr der Zug los und ich spürte eine Druckänderung in den Ohren.

    Der Campus der Universität Nottingham ist wunderschön. Es gibt zwei Seen (von denen einer den kreativen Namen “The Lake” trägt) und ein imposantes Hauptgebäude, in dessen Genuss sämtliche Studenten kommen, denn abgesehen von wenigen Seminarräumen sind dort ausschließlich die (riesige!) Studierendenvertretung (“Students Union”) inklusive des von ihr betriebenen Shops, etliche Speisemöglichkeiten, ein Friseur, zwei Banken und vieles mehr vertreten. Das “Mathematics and Physics Building” ist, wie gehabt, ein bemerkenswert unbemerkenswertes Betonbauwerk, doch dies ist erstens nicht neu und wird zweitens gerade durch den Bau eines neuen Mathematikgebäudes, das mehrere Millionen kostet und im Herbst 2011 (pünktlich zu dem Semester, ab dem ich nicht mehr hier bin) fertig wird, wiedergutgemacht.
    In akademischer Hinsicht ist es für mich prima. Hierbei muss ich dazusagen, dass drei von den vier Vorlesungen, die ich hören will, eigentlich für das Masterstudium gedacht sind (die da wären: Algebraic Geometry, Differential Geometry und Quadratic Forms and Central Simple Algebras, letztere davon nur so zum Spaß und zu dem Preis, im 7. Semester in München Statistische Physik und Computergestützte Mathematik und Numerik belegen zu müssen) und abstrakte Mathematik im Allgemeinen und Algebra im Besonderen hier nicht allzu beliebt zu sein scheint: In besagten drei Vorlesungen beträgt die Hörerzahl bisher maximal 6 Leute, in algebraischer Geometrie waren wir sogar schon mal bloß zu dritt.
    Wie gut ich darin zurecht komme, weiß ich noch nicht – die Vorlesungen sind, wenn man darin sitzt, noch gut verständlich, aber die Übungsblätter sind durchaus eine Herausforderung. (Es könnte sein, dass die Vorlesungen genau das richtige Niveau haben, und Mathematik ab dem Punkt, ab dem man die grundlegenden Definitionen derjenigen Konstruktionen, über die geredet wird, schon kennt und die Vorlesungen daher von Objekten handeln, mit denen man schon mal vage gearbeitet hat, aber Zusammenhänge und Sätze enthalten, die man noch nie gesehen hat, einfach noch mal deutlich mehr Spaß macht, weil die Schwierigkeiten anderer Natur sind. Was die Vorlesungen deutlich verständlicher, die Übungsblätter aber nicht unbedingt leichter werden lässt.) Das Betreuungsverhältnis ist jedenfalls paradiesisch und da man als Ausländer ohnehin einen Haufen dummer Fragen zu stellen gezwungen ist, macht es nichts, einen Teil davon in den Vorlesungen loszuwerden.
    Tutorien gibt es in den Graduate-Vorlesungen nicht, aber die meisten Dozenten schieben ab und an eine Besprechung der Aufgaben ein und stellen Lösungen zu dem Rest online, und die Vorlesungen sind dreistündig und beginnen s.t. (und dauern, je nach Enthusiasmus des Dozenten, zwischen 45 und 60 Minuten), sodass man den Großteil der Arbeit selbst verrichtet (“Bitte lest bis zum nächsten Mal folgende Seiten im Skript” – Handouts oder Online-Skripte/Folien gibt es immer!), was den Luxus, aber auch die Notwendigkeit mit sich bringt, sich seinen Zeitplan selber erstellen zu können/müssen. In den Fächern, die ich belege (mit Ausnahme von Quantenmechanik, was noch eine 2nd-year-Vorlesung ist), tragen die Übungsblätter nicht zur Note bei, aber ganz ehrlich: Wenn der Dozent jeden der n<7 Zuhörer vom Sehen kennt, ist es auch irgendwie unangenehm, sie nicht zu machen.

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